Ein 2D-Barcode speichert Daten in einem Raster in zwei Richtungen statt in einer einzelnen Reihe von Balken. Deshalb fasst er Hunderte oder Tausende Zeichen auf einem kleinen Quadrat und scannt trotzdem noch, wenn ein Teil beschädigt ist. Der QR-Code ist der bekannteste 2D-Barcode, aber auch Data Matrix, Aztec und PDF417 begegnen dir überall — auf Medikamentenpackungen, Bordkarten und Führerscheinen. Hier sind die Typen, wie du sie unterscheidest und worin sich 1D- und 2D-Barcodes unterscheiden.
Arten von 2D-Barcodes
| 2D-Barcode | Aussehen | Max. Kapazität (ca.) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| QR-Code | Quadratisches Raster mit drei großen Eckquadraten | 7.089 Ziffern oder 2.953 Byte | Handys und Marketing: Links, WLAN, Zahlungen, Speisekarten |
| Data Matrix | Quadrat oder Rechteck mit durchgehendem L-förmigem Rand | 3.116 Ziffern oder 1.556 Byte | Winzige Bauteile, Elektronik, Medikamentenpackungen |
| Aztec | Quadrat mit einer Zielscheibe in der Mitte | 3.832 Ziffern oder 1.914 Byte | Mobile Tickets und Bordkarten |
| PDF417 | Breite, gestapelte Balkenreihen | Etwa 2.700 Ziffern | Führerscheine, Ausweise, Bordkarten |
| MaxiCode | Sechseckige Punkte um eine Zielscheibe | Etwa 93 Zeichen | Paketsortierung auf Versandetiketten |
| Micro QR | Winziger QR-Code mit einem Eckquadrat | Bis zu 35 Ziffern | Sehr kleine Markierungen bei wenig Platz |
Die Kapazitäten sind die Maximalwerte für die größte Variante jedes Formats; echte Codes sind meist deutlich kleiner. Mehr direkte Vergleiche: Data Matrix vs. QR-Code und Aztec-Code vs. QR-Code.
1D- vs. 2D-Barcodes
- Wie sie Daten speichern: 1D-Barcodes (EAN, UPC, Code 128) kodieren Daten entlang einer Balkenreihe; 2D-Barcodes nutzen ein Raster aus Quadraten oder Punkten.
- Wie viel sie fassen: Ein UPC-A fasst 12 Ziffern, ein EAN-13 fasst 13. Ein 2D-Barcode kann eine komplette Webadresse, eine Kontaktkarte oder Tausende Zeichen enthalten.
- Beschädigung: Die meisten 1D-Barcodes haben nur eine Prüfziffer, um Fehler zu erkennen. 2D-Barcodes haben eine Fehlerkorrektur und scannen deshalb auch noch, wenn sie verkratzt oder teilweise verdeckt sind.
- Scannen: 1D-Barcodes funktionieren mit einfachen Laserscannern; 2D-Barcodes brauchen einen kamerabasierten Scanner — und genau das ist jedes Smartphone.
Deshalb wechselt der Handel von 1D zu 2D: GS1, die Organisation hinter den Produkt-Barcodes, treibt voran, dass Kassen 2D-Barcodes akzeptieren, die Chargennummern, Haltbarkeitsdaten und einen Link zu Produktinformationen enthalten. Siehe GS1-QR-Codes und Digital Link und Barcode vs. QR-Code.
So unterscheidest du 2D-Barcodes
- Drei große Eckquadrate → QR-Code. Ein Eckquadrat → Micro QR.
- Ein durchgehender L-förmiger Rand an zwei Seiten → Data Matrix.
- Eine Zielscheibe in der Mitte eines Quadrats → Aztec. Eine Zielscheibe, umgeben von kleinen Sechsecken → MaxiCode.
- Ein breites Rechteck aus gestapelten Balkenreihen → PDF417.
Wo welcher 2D-Barcode eingesetzt wird
- QR-Codes: alles, was Menschen mit dem Handy scannen — Websites, WLAN, Speisekarten, Zahlungen, Tickets, Verpackungen.
- Data Matrix: winzige Markierungen auf Elektronik und Bauteilen sowie auf Medikamentenpackungen für die Serialisierungsvorschriften in den USA und der EU.
- Aztec: mobile Bordkarten und Bahntickets — er braucht keinen freien Rand und lässt sich gut von Handybildschirmen lesen.
- PDF417: die Rückseite vieler US-Führerscheine und Ausweise sowie manche Bordkarten.
- MaxiCode: Hochgeschwindigkeits-Paketsortierung, vor allem auf UPS-Etiketten.
Was ist ein Micro-QR-Code?
Micro QR ist ein abgespeckter QR-Code mit nur einem Eckquadrat, gemacht für Markierungen, auf die nicht einmal ein kleiner normaler QR-Code passt. Er fasst bis zu etwa 35 Ziffern. Viele Handykameras lesen Micro QR nicht, daher wird er vor allem mit Industriescannern genutzt — für alles, was Kunden scannen, nimmst du einen normalen QR-Code.
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Einen 2D-Barcode erstellen
Für alles, was Menschen mit dem Handy scannen, ist der QR-Code der richtige 2D-Barcode — erstelle einen im kostenlosen QR-Code-Generator. Capy QR erstellt nur QR-Codes; für Data Matrix, Aztec oder PDF417 (Medikamentenpackungen, Ausweise, Industrieetiketten) nimmst du einen spezialisierten Barcode-Generator oder deine Etikettensoftware.
Häufige Fragen
- Was ist ein 2D-Barcode?
- Ein Barcode, der Daten in zwei Richtungen speichert — über ein Raster aus Quadraten oder Punkten — statt in einer einzelnen Reihe von Balken. Dadurch fasst er auf kleiner Fläche viel mehr Daten und übersteht auch Beschädigungen. QR-Code, Data Matrix, Aztec und PDF417 sind die gängigen Typen.
- Was ist der Unterschied zwischen einem 1D- und einem 2D-Barcode?
- Ein 1D-Barcode (wie der EAN- oder UPC-Code auf Lebensmitteln) kodiert eine kurze Zahl entlang einer Balkenreihe und wird mit Laser oder Kamera gelesen. Ein 2D-Barcode kodiert Daten über ein Raster, fasst Hunderte bis Tausende Zeichen, hat eine Fehlerkorrektur und wird mit einer Kamera gelesen — auch mit jedem Handy.
- Ist ein QR-Code ein 2D-Barcode?
- Ja — der QR-Code ist der bekannteste 2D-Barcode. Dank seiner drei Eckquadrate findet und liest ihn jede Handykamera, deshalb wird er für Links, WLAN, Speisekarten und Zahlungen verwendet.
- Was ist ein Micro-QR-Code?
- Eine kleinere Variante des QR-Codes mit nur einem Eckquadrat, gedacht für sehr wenig Platz. Er fasst bis zu etwa 35 Ziffern. Viele Handykameras lesen Micro QR nicht von Haus aus, daher wird er vor allem mit Industriescannern genutzt.
- Kann ich mit Capy QR auch andere 2D-Barcodes als QR-Codes erstellen?
- Nein — Capy QR erstellt nur QR-Codes. Für Data Matrix, Aztec oder PDF417 (etwa für Medikamentenpackungen oder Ausweise) nimmst du einen spezialisierten Barcode-Generator oder deine Etikettensoftware.
Fazit: Ein 2D-Barcode speichert Daten in einem Raster — QR für Handys, Data Matrix für winzige Bauteile und Medikamente, Aztec für Tickets, PDF417 für Ausweise. Mehr findest du in den QR-Ratgebern.
